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Impfungen werden in fast jeder Arztpraxis durchgeführt. Grundlage für Impfungen, die zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden, ist in Sachsen-Anhalt die Impfvereinbarung, die die KVSA mit allen Krankenkassen geschlossen hat.

Die Impfvereinbarung regelt auf Landesebene u.a. die Abrechnung von Impfleistungen. Diese Vereinbarung beinhaltet Schutzimpfungen, die nach der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Pflichtleistungen der Krankenkassen sind. Die Grundlage der Richtlinie bilden die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
 

Aktuelles:
 

Hinweise zur Grippeschutzimpfung für die Saison 2021/2022

  • Die STIKO hat ihre Empfehlung, Personen ab 60 Jahre ab der Saison 2021/2022 mit einem Hochdosis-Impfstoff gegen Grippe zu impfen, Ende November 2020 vorab veröffentlicht.
  • Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Ende Januar 2021 die Empfehlung der STIKO mit einem Beschluss in die Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) übernommen.
  • Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den Beschluss des G-BA nicht beanstandet, die Änderung der SI-R sollte entsprechend am 1. April 2021 in Kraft treten.
  • Der aktuell einzige verfügbare Hochdosis-Impfstoff Efluelda® des pharmazeutischen Unternehmers Sanofi hat Mitte Ferburar 2021 die Zulassung zur Anwendung für Personen ab 60 Jahre erhalten.
  • Das BMG hat mit einer Rechtsverordnung* Anfang März 2021 festgelegt, dass Versicherte ab dem Alter von 60 Jahren in der nächsten Saison auch mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff geimpft werden können. Damit wurde die Gefahr von Versorgungsengpässen, z.B. bei Lieferausfällen reduziert. Die Rechtsverordnung legt auch fest, dass die Verordnung des Influenza-Hochdosis-Impfstoffes für Personen ab 60 Jahre als wirtschaftlich gilt.
  • Der Runderlass des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt vom 14. September 2005 mit dem empfohlen wird, dass die jährliche Impfung gegen die Influenza auf alle Altersgruppen erweitert wird, gilt unverändert fort. Entsprechend können in Sachsen-Anhalt auch weiterhin alle Personen gegen Influenza geimpft werden, die dies wünschen.
    *"Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen Influenza und Masern" des BMG vom 10. März 2021"

Wie erfolgt die Verordnung?

  • produkt- bzw. herstellerbezogen auf Arzneiverordnungsblatt (Muster 16)
    Als Kostenträger ist auf dem Verordnungsblatt die Rezeptprüfstelle Duderstadt (RPD) und die Kostenträgerkennung 102091709 anzugeben.
  • Auf dem Arzneiverordnungsblatt sind die Ziffern 8 und 9 in die Felder "8" (Impfstoff) und "9" (Sprechstundenbedarf) einzutragen.
  • Sonderregelung: im medizinisch begründeten Einzelfall kann ein nasaler attenuierter Influenza-Lebens-impfstoff (LAIV) verordnet werden. Diese Verordnung erfolgt auf Namen des Versicherten zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse, bei der die Person versichert ist (ebenfalls Muster 16).

Eine Preisübersicht finden Sie hier.

Welche Impfstoffmengen sollen verordnet werden?

Planen Sie den voraussichtlichen Gesamtbedarf für die Saison 2021/2022 anhand Ihres Bedarfs in der laufenden Saison ein. Den Bedarf können Sie anhand der abgerechneten Impfleistungen sowie etwaig zusätzlicher Nachfrage bestimmen. Der Gesamtbedarf sollte den Apotheken als Vorbestellung vorliegen, da Nachbestellungen nur in sehr begrenztem Umfang möglich sind. Die Ausstellung der Rezepte soll nach dem gleichen Prinzip erfolgen.

Wegen der Corona-Pandemie ist das Interesse an einer Grippeimpfung in diesem Jahr besonders hoch. Bitte berücksichtigen Sie diese große Nachfrage auch bei Ihrer Bestellung für die kommende Saison.
 

 

24.02.2021 Informationen zum Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax® 23
Mitteilung des Paul Ehrlich-Instituts (PEI) zu zusätzlichen Dosen Pneumovax® in chinesischer Aufmachung verfügbar
Mitteilungen der STIKO zum Impfen bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Impfstoffen
 

Haemophilus Influenzae Typ b - Einzelimpfstoff nicht lieferbar
Informationen zur Verordnung des Haemophilus Influenzae Typ b - Einzelimpfstoffes zulasten der GKV
 

12.10.2020 Änderung der SI-RL - Umsetzung der STIKO - Empfehlung zur Grundimmunisierung mit dem 6-fach-Impfstoff im Säuglingsalter nach dem 2+1-Impfschema
PRO-Artikel der Ausgabe 11/2020 der KVSA
Wissenschaftliche Begründung im Epidemiologischen Bulletin 26/2020
 

10.07.2020 Änderung der SI-RL - Umsetzung der STIKO - Empfehlung der Pertussis-Impfung in der Schwangerschaft
PRO-Artikel der Ausgabe 8/2020 der KVSA
 

24.06.2020 Anpassung der sachsen-anhaltischen Impfvereinbarung nach Änderung der SI-RL - Umsetzung der STIKO - Empfehlungen zu beruflich bedingten Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen
PRO-Artikel der Ausgabe 7/2020 der KVSA
 

21.04.2020 Studie des Paul-Ehrlich-Instituts zum Herpes-Zoster-Impfstoff Shingrix® - Aufruf zur Teilnahme
Wegen zahlreicher Verdachtsmeldungen eines Herpes Zoster sowie von bullösen Hautreaktionen in genem zeitlichen Zusammenahng mit einer Shingrix®-Impfung hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine Beobachtungsstudie initiiert. In der Studie soll geklärt werden, ob es sich um eine Reaktivierung des Varizellea-Zoster-Virus (VZV) als potenzielle Nebenwirkung handelt. Die Kosten für Laboruntersuchungen und den Versand an das benannte Labor trägt das PEI. Der entstehende Aufwand für die Erstellung einer pseudonymisierten Dokumentation des klinischen Verlaufs wird ebenfalls vom Paul-Ehrlich-Institut entschädigt.
Hinweise des PEI zur Studie und Kontaktdaten
 

09.03.2020 Anpassung der sachsen-anhaltischen Impfvereinbarung (u.a.: beruflich indizierte Impfungen zulasten der GKV)
PRO-Artikel der Ausgabe 3/2020 der KVSA
 

01.03.2020 Masernschutzgesetz tritt in Kraft
PRO-Artikel der Ausgabe 2/2020 der KVSA
 

26.06.2019 Impfung mit dem Herpes Zoster-subunit-Totimpfstoff zulasten der GKV
Hinweise zur Herpes Zoster-Impfung als GKV-Leistung
 

26.06.2019 HPV-Impfstoffe sind ab sofort als Sprechstundenbedarf (SSB) zu verordnen
Hinweise zur Verordnung der HPV-Impfstoffe
 


Verordnung von Impfstoffen für präventive Schutzimpfungen zulasten der GKV

  • Die Verordnung der 1. Impfstoffdosis gegen Tollwut im Verletzungsfall erfolgt auf Namen des Patienten auf einem GKV-Rezept (Muster 16). Die zur Vervollständigung der Grundimmunisierung erforderlichen weiteren Impfdosen sind im Rahmen des Sprechstundenbedarfs zu verordnen.
  • Die Verordnung des nasalen attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) erfolgt auf Namen des Patienten, wenn im medizinisch begründeten Einzelfall (z.B. Spritzenphobie, Gerinnungsstörungen) eine Impfung mit inaktivierten Influenza-Impfstoffen (IVV) nicht durchgeführt werden kann.
  • Die Verordnung aller anderen Impfstoffe, auch für beruflich indizierte Impfungen gemäß der SI-RL,erfolgt für alle Krankenkassen im Rahmen des Sprechstundenbedarfs.
  • Hinweise zur Verordnung von Immunglobulinen im Verletzungsfall (gemäß Sprechstundenbedarfsvereinbarung Sachsen-Anhalt:
       - Tollwut: auf Namen des Patienten auf einem GKV-Rezept (Muster 16)
       - Tetanus: im Rahmen des Sprechstundenbedarfs 

Die im Zusammenhang mit  Satzungsleistungen (§ 20i Abs. 2 SGB V) notwendigen Impfstoffe sind entsprechend den mit einzelnen Krankenkassen außerhalb dieser Impfstoffvereinbarung vereinbarten Regelungen zu verordnen. Die Verordnung dieser Impfstoffe im Rahmen des Sprechstundenbedarfs ist ausgeschlossen.


Links zu Regelungen und Hinweisen